Die fabelhafte Welt des Widerstands

Jaah ich weiß, ich bin sicher nicht die Einzige die darüber schreibt, aber egal. Ich muss einfach ein paar Dinge zum Bildungsstreik loswerden. Vor allem was an meiner Uni so abgeht ^^

 

Allgemein: Beim letzten Bildungsstreik gingen 250.000 SchülerInnen und StudentInnen gemeinsam auf die Straße. Gebracht hat das immerhin, dass die aktuellen Probleme in die Medien gezerrt wurden. Juhu! ^^ Ok, aber geändert hat sich nicht wirklich was.

Was soll sich überhaupt ändern?

  1. Bachelor/Master ist scheiße! Naja, nicht ganz. Nur so, wie das System im Moment ist. Man sollte den Bachelor als Regelabschluss wieder abschaffen. Dieser ganze Zwang ist doch sowieso scheiße. Da will man sich weiterbilden, aber darf nicht mal wirklich selbst entscheiden wie genau. Zudem gibt’s eindeutig zu wenig Master-Plätze. Und so ’ne starke Konkurrenz an den Universitäten is doch doof. Ist ja schon wie bei Germany’s Next Topmodel und so Sachen. Erst freundet man sich mit den Anderen an und plötzlich sind’s böse Konmkurrenten.

    2. Studium ist eindeutig zu teuer. Was soll man dazu noch groß sagen? Ist einfach ’ne Unverschämtheit, dass man nur studieren darf, wenn man reiche Eltern hat. Das ist ja bei der Schule eigentlich genauso. Und bei priavten Unis noch viel schlimmer, und überhaupt blabla, ich denk mal da hat sich jeder schon mal drüber geärgert oder zumindest Gedanken darüber gemacht.

    3. Die Studierenden besitzen über keine ausreichende Mitbestimmung. Wir haben meistens auch keine Ahnung, was mit den Geldern passiert, die wir dem pösen Uni-Monster in den Schlund schmeißen müssen.

    4. Die Mobilität zwischen den Hochschulen könnte sich auch echt mal verbessern…

 

Es gibt noch tausend andere Dinge die geändert werden müssten! Mehr Profs, leerere Hörsäle (kann ja echt nicht sein dass man bei ner Vorlesung vor der Tür stehn muss oder auf dem Boden sitzen muss…).

 

Naja… an der Uni Duisburg/Essen heißt das vor allem:

WIR BESETZEN ERSTMAL DIE AUDIMAXE

(ich bin mir immer noch nicht sicher, wie der richtige Plural von Audmax heißt^^)

Gut, wunderbar. Im Audimax in Essen ist vorne ein Zelt aufgeschlagen, überall hängen tolle anarchistische Plakate und alle sind eingeladen mitzudiskutieren.

Im Audimax in Duisburg stimmen ein paar unabhängige biertrinkende Studenten gerade ganz demokratisch darüber ab, welche Filme sie diese Nacht gucken wollen. Hier gibt es außerdem noch mehr nette selbstgemalte Plakate. Juhu! Dazu gibt’s in Duisburg immerhin noch Informationsmaterial. Ist echt ganz nett mal zu wissen, warum wir denn überhaupt keine Vorlesungen haben.

Außerdem sind natürlich alle StudentInnen und Profs dazu eingeladen, mitzudiskutieren und neue Vorschläge einzubringen. Es gibt sogar Workshops bzw. AGs zu den einzelnen Themen (Finanz-AG, Shuttle-Bus-AG,…) =D

 

Was meine eigene Meinung zu dem ganzen Thema betrifft, bin ich mir noch unsicher.. ^^‘

Natürlich fänd ich’s super, wenn die Streiks was bringen würden. Naja, in Münster wurde der Haupthörsaal irgendwann polizeilich geräumt, was bei uns aber angeblich nicht passieren kann weil (mal wieder) irgendjemand das so gesagt hat. Yeah. Ich find die Studiengebühren echt zu hoch und auch dass Bafög so schwer zu bekommen ist, ist doof. Aber dass jetzt so viele Veranstaltungen bei uns ausfallen ist auch nicht gerade toll, zumal wir Anfang Dezember schon zwei Klausuren schreiben. Aber ich werd erstmal abwarten (und Harmonie-Tee trinken) und mir dann meine Meinung zu Ende bilden. Oder vielleicht auch nicht. Ich hab jetzt schon mit so vielen Leuten darüber geredet, die alle irgendwie andere Meinungen haben, dass sich in meinem Kopf gerade ein riesengroßes Chaos befindet. Also ein noch größeres als sonst. Naja, aber Hauptsache mal was dazu gelabert.

Recht herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, und: TSCHÖ!

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Eine Antwort to “Die fabelhafte Welt des Widerstands”

  1. Hey,

    naja ich gebe zu, dass ich das ein wenig anders sehe. Ich finde, dass diese Streiks richtig und gut sind. Wenn man sich nicht wehrt wird man halt auch nicht gehört. Klar ist es blöd, dass Vorlesungen ausfallen und ich finde die Art und Weise der Streiks auch nicht immer gut. Aber die Grundidee ist erstmal richtig.

    Leider ist die Studierendenschaft in Deutschland einfach zu unorganisiert um richtig was auf die Reihe zu kriegen. Bei uns waren z.B. nie mehr als 300 Leute da. Bei 40000 Studenten ist das echt ein Armutszeugnis.

    Grüße
    Johannes

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